Energie- und Wasserstoffinfrastruktur für ein städtisches Entwicklungsgebiet

Ort Hamburg Kleiner Grasbrook
Zeitraum 2024-fortlaufend
Leistung
  • Ermittlung von Bestandsunterlagen
  • Variantenuntersuchung zu Verkehrsführungen und Trassenlagen
  • Entwurfs-, Genehmigungs- und Ausführungsplanung von Gleis- und Polderkreuzungen
  • Entwurfs-, Genehmigungs- und Ausführungsplanung einer Kombibaugrube für den gemeinsamen Bau unterschiedlicher Energieträger
Kennzahlen
  • 5,5 km 110-kV-, Mittel- und Niederspannungsnetz
  • 2,5 km DN 300 Wasserstoffleitung
Anforderungen
  • Planung eines spartenübergreifenden Infrastrukturkorridors
  • Brücken-, Bahn- und Hochwasserschutzquerungen
  • Trassenplanung im hochverdichteten Hafenumfeld
  • Verkehrsführung auf einer Schwerlastachse des Hamburger Hafens

Im Rahmen der Entwicklung eines neuen urbanen Entwicklungs- und Industrieraums begleiten wir die Planung zukunftsorientierter Energieinfrastruktur. Der Leistungsumfang umfasst Leitungstrassen für die 110-kV-Hochspannungsversorgung, Mittel- und Niederspannungsnetze sowie eine DN 300 Wasserstoffleitung zur Anbindung von Industrie- und Gewerbestandorten. Die beiden Medien werden im Zuge einer der größten Kooperationsmaßnahmen im Hamburger Raum in einer gemeinsamen Baugrube geplant und verlegt. Im Mittelpunkt stehen die Koordination zahlreicher Projektbeteiligter, die Abstimmung mit Behörden und Leitungsträgern sowie anspruchsvolle Randbedingungen im Hafenumfeld. Dazu gehören bestehende Verkehrsanlagen, Brücken- und Bahnquerungen, Hochwasserschutzanlagen und zahlreiche Ver- und Entsorgungsleitungen. Besondere Anforderungen stellt die Verkehrsführung während der Bauausführung entlang einer hoch frequentierten Logistik- und Verkehrsroute. Da der Bestand bereits sehr stark mit Ver- und Entsorgungsleitungen belegt ist, gibt es viele Zwangspunkte für die Lage des Trassenraumes und für die Leitungsverlegung. Auf Basis dieser Zwangspunkte müssen sowohl bautechnisch als auch organisatorische Lösungen abgestimmt und erarbeitet werden, um einen Bauablauf zu ermöglichen, welcher ein Ausfallen des großräumigen Verkehrs- und Logistikbetriebes vermeidet. Die Trassen verlaufen auf einer Route, die für den regulären Lkw-Verkehr sowie den Großraum- und Schwerlastverkehr entscheidend ist. Durch die aktuelle Sperrung der Köhlbrandbrücke für Großraum- und Schwerlasttransporte hat diese Verbindung zusätzlich an Bedeutung gewonnen. Weiter muss aufgrund der gemeinsamen Verlegung unterschiedlicher Medien ein gemeinsamer Bauablauf abgestimmt werden, welcher technisch auch in stark begrenztem Raum umgesetzt werden kann.